Beliebte Produkte
Magnesium Vida
CHF 19.50Vitamin D3 Vida
CHF 19.80Omega-3 Vida
CHF 38.50Artemisia PET Bio
CHF 74.90
Capsaicin ist ein natürlich vorkommendes Alkaloid aus der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), insbesondere aus verschiedenen Arten der Gattung Capsicum (Chili, Paprika). Chemisch ist Capsaicin ein Vanillylamid der Fettsäure trans-8-Methyl-6-nonensäure mit der Summenformel C₁₈H₂₇NO₃. Es liegt als farblose Kristalle vor und ist lipophil (fettlöslich), aber nicht wasserlöslich.
Capsaicin ist der Hauptwirkstoff, der für die Schärfe von Chilischoten verantwortlich ist. Es verursacht bei Säugetieren einen Hitze- oder Schmerzreiz, indem es spezifische Schmerzrezeptoren aktiviert.
Capsaicin, der feurige Inhaltsstoff der Chili, heizt nicht nur dem Gaumen ein, sondern auch dem Schmerz. Immer mehr Studien attestierten dem Alkaloid eine sehr gute Wirksamkeit beim Kampf gegen Nervenschmerzen, die durch Verletzungen oder Erkrankungen von schmerzleitenden Fasern entstehen.
Lesen Sie dazu den vollständigen Bericht aus der Pressemitteilung der Österreichischen Schmerzgesellschaft.
Der Stoff findet sich vor allem in den Früchten der Capsicum-Pflanzen, die botanisch Beeren sind. Der Wirkstoff ist vor allem in der Plazenta (dem inneren Fruchtfleisch, an dem die Samen haften) konzentriert, während die Samen selbst kaum Capsaicin enthalten. Der Capsaicingehalt variiert stark je nach Sorte und reicht von nahezu null bei Gemüsepaprika bis zu sehr hohen Konzentrationen bei extrem scharfen Sorten wie Habanero oder Carolina Reaper.
Neben Capsaicin gehören weitere Capsaicinoide zur Gruppe der scharfen Stoffe in Chili, darunter Dihydrocapsaicin, Nordihydrocapsaicin, Homocapsaicin und Homodihydrocapsaicin. Capsaicin und Dihydrocapsaicin machen den Grossteil des Schärfeprofils aus.
Capsaicin hat verschiedene positive Auswirkungen im Körper, die man sich zunutze machen kann. So kurbelt es die Schleim-Produktion der Magenschleimhaut an, sodass die Schleimschicht dicker wird und der Magen besser vor der zur Verdauung nötigen Magensäure geschützt ist. Das kann in manchen Fällen die sogenannten Magensäureblocker ersetzen, welche viele Nebenwirkungen mit sich bringen! Hier findest du eine Studie dazu. Auch regen Capsaicin sowie andere in Chili enthaltene Substanzen die Produktion von körpereigenem Cortisol an, was sich insbesondere bei einem tiefen Cortisol-Spiegel sehr positiv auswirken kann. Wie bereits erwähnt, führt Capsaicin zu einer besseren Durchblutung und unterstützt so das Herz-Kreislaufsystem.
Capsaicin wird in Form von Cremes, Pflastern oder Salben zur lokalen Behandlung von:
eingesetzt. Dabei nutzt man die schmerzlindernde Wirkung durch Desensibilisierung der Nerven.
Die Schärfe von Capsaicin wird auf der Scoville-Skala gemessen. Reines Capsaicin erreicht bis zu 16 Millionen Scoville-Einheiten, was extrem scharf ist. Zum Vergleich: Jalapeño-Chilis liegen bei etwa 2.500 bis 8.000 Scoville-Einheiten, während die schärfsten Chili-Sorten wie Carolina Reaper über 2 Millionen erreichen können.
Capsaicin ist in verschiedenen Arten der Gattung Capsicum, z.B. in Chili enthalten. Es kommt nur im Mark einer Chili-Schote vor, nicht in den Samen. Beim Essen von Chilis reizt das Capsaicin die Enden von Wärmenerven im Mund, vor allem von jenen auf der Zunge. Diese Nervenenden schütten danach einen Botenstoff aus (Neurotransmitter), der zu einer Erweiterung der Blutgefässe und besserer Durchblutung führt. Das Brennen im Mund wird vom Gehirn als Schmerz wahrgenommen, was wiederum zu einer Ausschüttung von Endorphinen («Glückshormone») führt. Die Schärfe von Chilis wird in sogenannten Scoville-Einheiten gemessen und kann bei verschiedenen Sorten sehr variieren; von kaum scharf bis extrem scharf. Capsaicin ist sehr beständig gegen Hitze (kochen) und Kälte (einfrieren).
Stimmen Lieferort und Sprache mit deiner Region überein? Wenn nicht, ändere bitte deine Auswahl: