Lexikon

Lutein

Lutein gehört zu den Carotinoiden und ist neben Beta-Carotin das am häufigsten vorkommende Mitglied dieser Klasse an natürlichen Farbstoffen. Es wird den Xanthophyllen zugeordnet. In Pflanzen tritt es gemeinsam mit dem Carotinoid Zeaxanthin auf. Lutein unterstützt die Pflanzen dabei, die Sonnenenergie effektiv bei der Photosynthese auszunutzen. In Blüten und Früchten ist es oft für deren Gelbfärbung verantwortlich und wirkt als Lockfarbe. Auf manche Tiere, die luteinhaltige Pflanzen fressen, hat es färbende Auswirkungen. Dies ist an Vogelfedern, dem Gelbkörper oder dem Eidotter zu sehen. Weitere Beispiele sind die gelben Beine und Krallen von Hühnern, deren Färbung nur mithilfe von Lutein so intensiv wird. 

Lutein ist wie alle Carotinoide fettlöslich. Mit dieser Eigenschaft und seiner gelben Farbe ist es als pflanzlicher Farbstoff für Lebensmittel geeignet und als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Schmelzkäse und Konfitüren sind Beispiele für den Einsatz von Lutein. Um das Eidotter von Hühnereiern kräftig gelb zu färben, kann es von Landwirten oder deren Lieferanten dem Futter beigemischt werden. 

Industriell wird Lutein oft aus den Blütenblättern von Studentenblumen (botanischer Name Tagetes) gewonnen. 

Der tierische und menschliche Organismus kann Lutein ausschliesslich über die Ernährung aufnehmen. Für eine natürliche Aufnahme von Lutein empfiehlt sich Gemüse wie z.B. Spinat, Brokkoli, Erbsen, Paprika und Grünkohl. Wer lieber Obst möchte, hier bieten sich beispielsweise Orangen, Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen als Lieferanten an. Hühnereidotter ist ebenfalls eine gute Quelle, um sich mit Lutein zu versorgen. 

Untersuchungen haben gezeigt, dass es relativ hitzestabil ist. Nach einer 15-minütigen Kochzeit wurde noch ausreichend Lutein in den Lebensmitteln nachgewiesen. Insgesamt verbessert das Kochen der Nahrungsmittel die Fähigkeit des Körpers, Lutein zu nutzen. Bei der Zubereitung sollte bedacht werden, dass die Verwertbarkeit des Luteins vom Fettgehalt des Gerichtes abhängig ist. Erst bei der Fettverdauung im Dünndarm nimmt der Körper das Lutein auf. Ballaststoffe wirken sich hemmend auf die Aufnahme aus. 

Die Speicherung im Körper lässt sich noch lange nach dem Essen von luteinhaltigen Nahrungsmitteln nachweisen. Insbesondere in der Hülle des Nervengewebes und im Gehirn kommt Lutein vor. In der Macula unserer Augen, auch als gelber Fleck auf der Netzhaut bekannt, sind nur zwei Carotinoide nachweisbar: Lutein und Zeaxanthin. 

Zu den Eigenschaften von Lutein gehört die Entwicklung von orange-gelben, oxidationsempfindlichen Kristalle. In wissenschaftlichen Studien wurde beobachtet, dass es durch seine antioxidativen Eigenschaften mit zahlreichen freien Radikalen interagiert. Daraufhin werden diese weniger reaktiv und sind nicht mehr so schädlich. 

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